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Hurricane 2011 – Review

An diesem Wochenende fand das allährliche stattfindende Hurricane Festival statt. Während ich bisher nur beim Rock am Ring Festival am Nürburgring war gings diesmal nach Scheeßel (bei Bremen).

Die Anfahrt
Von Dinslaken aus fährt man knappe 300km, für die man ca. 3 Stunden per PKW braucht. Da aufgrund der Wetterlage das Wochenende sehr nass zu sein schien entschieden wir uns statt Donnerstag abend, erst Freitag morgen loszufahren. Sven holte mich also um 9:30Uhr ab und bevor es dann auf die Bahn ging, sind wir noch fix bei Real einkaufen gefahren. Da im Gegensatz zum Hurricane kein Glas erlaubt ist und dort die Bierdosen gekühlt nur 1€ pro 0,5Liter kosten entschieden wir uns das Bier vor Ort zu holen. Durchs Beladen, Einkaufen und Tanken sind wir dann schlussendlich kurz vor 14Uhr beim Festival angekommen. Der Weg dorthin ist eigentlich recht einfach zu fahren (A3 -> A2 -> A43 -> A1 -> Landstraße), aber nicht auf jedem Navi ist der Eichenring als Straße eingetragen. Im Prinzip fährt man bei der A1 nachher Richtung Rothenburg ab und findet dann auch irgendwann die Schilder zum Festival. Wenn man zeltet und auf den Campingplätzen 13-15 ist, bieten sich die Parkplätze 1-3 gut an. Komischerweise wurden die Parkplätze nicht erst vorne beim Eingang aufgefüllt, sondern die ersten Parkplätze etwas weiter vom Eingang entfernt wurden am Donnerstag schon belegt. Wir kamen ja am Freitag gegen 14Uhr an und konnten dann 100m Fußweg entfernt vom Eingang der Zeltplätze parken. Das war natürlich anfangs sehr praktisch, sollte sich aber später als eher schlecht herausstellen (später mehr).

Freitag – erster Tag
Mit den ersten paar Klamotten unter dem Arm gings dann neben dem Eingang zum Zelt wo man die üblichen Armbänder für den Zugang gegen die Vorlage der Eintrittskarte bekam. Müllsäcke gabs zu dem Zeitpunkt nicht, was aber nicht weiter schlimm war. Die Zeltplätze dort sind auf mehreren Feldern eingezäunt, auf denen bis kurz vorher noch Weizen oder sowas wuchs. Als wir reinkamen sah man schon, dass die meisten Plätze schon ziemlich voll belegt waren. Zum Glück waren einige Freunde mit denen Sven die vorigen Jahre da war schon seit Donnerstag da, so dass wir diese nur finden mussten. Nachdem Auffinden der EMP Flagge (wer als Gruppe dahin fährt sollte am besten immer eine Flagge mit Mast versuchen zu organisieren, dass macht das Auffinden extrem viel einfacher) stellten wir erstmal fest, dass auch dort schon alles sehr voll war. Aber die Kollegen hatten ne gute Idee und ein „Pseudo“-Zelt aufgebaut, welches nur dort stand, damit wir unser Zelt dort aufbauen konnten. Nach ein paar Anpassungen der vorhandenen Zelte passte unser Zelt und der Pavillon noch perfekt daneben. Danach stiefelte Sven los und besorgte die Palette Dosen und ich guckte, dass wir endlich was zu futtern bekamen (Grill anmachen :)).
Nach kurzer Überprüfung des Spielplans entschlossen wir uns erst zu „Jimmy Eat World,welche auch gut waren, um 21:10Uhr zu gehen. Nach einigen Bierchen liefen wir dann noch kurz am Wagen vorbei (Sven hatte natürlich Portmonee vergessen) und gingen dann aufs Gelände. Im Vergleich zu Rock am Ring sind die Wege extrem viel kürzer und es ist nicht bergig :). Auf dem Gelände gibts 2 Bühnen die ca. 300m nebeneinander liegen und in die gleiche Richtung zeigen (Green und Blue Stage). Dadurch, dass die beiden Bühnen auch noch 200m in der Tiefe versetzt sind gehts soweit ganz gut, dass man nicht beide gleichzeitig hört. Das praktische bei den Bühnen ist auf jeden Fall, dass man sie als Neuling super schnell außeinander halten kann, da sie, wie der Name schon sagt, riese grüne oder blaue Banner haben. Nach der ersten Band guckten wir noch weiter, wobei die Bierchen und die Müdigkeit der Woche ihren Tribut an meine Erinnerung zollten. Arcade Fire und Chemical Brothers waren aber wohl auch richtig gut und die Chemical Brothers brachten die gleiche Lightshow wie letztes Jahr.

Samstag – zweiter Tag
Nach einer recht ruhigen Nacht (im Vergleich zu Rock am Ring, laufen dort keine Generatoren und zwischen 5-10Uhr morgens ist dort einigermaßen Ruhe) schmissen wir dann wie üblich den Grill wieder an. Kurz vorher noch zu den Toillettenanlagen und die Zähne geputzt. Wenn man dort auf Klo gehen wollte (also nicht auf die standard Dixies), dann musste man meistens zwischen 15-40Minuten Wartezeit einplanen. Dafür sind diese Klos dann doch für recht sauber. Trotz der schlechten Wetter Vorhersagen blieb hielt sich der Regen die ersten beiden Tage stark zurück. Ab und an kam auch mal die Sonne durch, wobei meistens der Himmel Wolken verhangen war und der Wind jeden Tag ein wenig stärker wurde. Heute dann gingen wir gegen 18Uhr als erstes kurz zu „Sublime with Rome“. Dort fand ich den Boss etwas zu „hallend“ die Musik war nicht ganz so überzeugend. Danach wechselten wir auf die Blue Stage (vergleichbar mit der Alternastage bei RaR) und hörten „The Sounds“. Dort waren die Instrumente und Stimme sehr gut abgemischt und der Auftritt war soweit gut. Ähnlich wie bei der Alternastage bei RaR ist das Gelände dort auch leicht abschüssig, so dass man auch von aus der Menge recht gut auf die Bühne gucken kann. Danach gings zurück auf die Green Stage zu „Gogol Bordello“. Die kamen mir wie ne zusammengewürfelte Zigeunergruppe vor, deren Lieder sehr unterschiedlich waren. Gefiel mir zwar nicht ganz so, aber bei manchen Lieder gings vorne schon gut zur Sache. Danach kamen dann „My Chemical Romance“, die ich 2007 beim RaR super geil fand. Wir standen direkt am ersten Wellenbrecher, so war die Sicht perfekt. Insgesamt war der Auftritt richtig gut, aber nicht ganz so gut wie beim Rar. Das lag einerseits wohl am neuen Album, welches nicht ganz so gut ist wie Black Parade und andererseits sollte man beim Hurricane ruhig ganz nach vorne gehen. Im Vergleich zum RaR kommt man problemlos (ohne Ampeln oder sowas) nach vorne und wenn man beim Ende der vorigen Band nach vorn geht steht man auch schon fast vor der Bühne. Danach gings wieder rüber zur Blue Stage wo Kasabian auftrat. Der Auftritt war zwar ganz gut, aber überzeugte mich nicht wirklich. Anschließenden stapften wir beim Rückweg noch bei Incubus vorbei, wobei wir uns da nicht wirklich lang aufhielten. Kaiser Chiefs hatten wir beim RaR schon gesehen und ähnlich wie viele andere britische Rockbands find ich die einerseits live nicht wirklich interessant und die Musik ist bis auf die wenigen Hits sehr eintönig.

Sonntag – dritter Tag
In der Nacht zum dritten Tag gabs dann schon etwas mehr regen, wobei es morgens bis 11Uhr noch zurückhielt. Da wir nicht so ewig gepennt hatten, nutzten wir die Gunst der Stunde und gingen morgens fix zu den Toilettenwagen. Bis 10Uhr sind die Wartezeiten auch für die Klos und Duschen sehr gering. Da wir ohne Kühlschrank für den dritten Tag kein Grillzeug mehr geholt hatten, gabs Raviolli (sogar lauwarm) zum Mittag. An diesem Tag wurde der Wind auch extrem stark böhig, so dass man die Pavillons nur ohne Seitenwände stehen lassen konnte. Ab 11Uhr gings dann auch mit recht starkem Dauerregen los, welcher bis ca. 18Uhr anhielt. Durch den Regen konnte man nicht viel mehr machen, außer den Grill als Heizung zu benutzen :). Zwischendurch packten wir dann schon mal Zelt und Sachen ein, sowie den Pavillon und brachten bis 17Uhr alles zum Auto. Da der Regen zumindest ein wenig schwächer war gingen wir schon mal zum Gelände und gingen ne Runde in die White Stage. Sowohl die White Stage als auch die Red Stage sind Zelte, in denen entweder sehr chillige oder ruhigere Acts liefen, oder alternative Sachen wie ein Circus. In der White Stage liefen dann ein paar Akrobatiksachen zu passender eher technolastiger Musik, was aber ein angenehme Abwechselung war. Jetzt gabs auf der Green Stage noch „Flogging Molly“, was sich nach rockiger Irish Pub Musik anhörte. Danach gings auf die Blue Stage zu „The Wombats“. Gefiel mir nicht ganz so, wobei wir das ganze auch aus gewisser Entferung anguckten damit wir danach fix zu „The Hives“ kamen. „The Hives“ kannte ich auch noch vom RaR 2007, die dort schon richtig gut abgingen. Auch beim Hurricane gings dann gut ab und der Auftritt war richtig gut. Wir waren zum Glück auch einigermaßen weit vorne was sich lohnte. Anschließend kamen dann „Arctic Monkeys“ auf der Green Stage, welche sich wie schon Kaiser Chiefs, eher als eintönig und nicht weiter interessant anhörten. Um 22Uhr gabs dann endlich die „Foo Figthers“. Dort war dann natürlich alles rappelvoll. Die legten auch gleich gut los, wobei sich von anfang an technikprobleme auf den Leinwänden zeigten, die den Auftritt noch trübten. Zu allem Überfluss wurden dann auf den Monitoren auch noch Effekte eingespielt, die absolut unprofessionell und schlecht waren. Im Gegensatz zu vielen neueren oder noch nicht so erfahrenen Bands hauten die Foo Figthers pausenlos ihre Stücke raus. Das ganze passte sehr gut und nach na Zeit wunderte man sich, wie die Band überhaupt das Tempo durchhalten konnte. Zwischendurch spielte der Leadsänger dann 2 Stücke etwas ruhiger alleine und danach gings dann aber auch wieder zur Sache. Nach ca. 1 3/4 Stunden gingen wir dann langsam Richtung Parkplatz um noch knapp vor der großen Menge weg zu kommen. Der Zeitpunkt war recht gut, wir ginge quasi los, als die Zugabe lief. Das blöde war nur, dass wir mit dem Parkplatz so nah am Gelände quasi an allen anderen Parkplätzen vorbei mussten. Zu allem Überfluss bauten dann noch welche einen Unfall und dann war alles dicht. Bis knapp 2Uhr ging gar nix. Bis zur Autobahn brauchten wir dann nochmal fast 45Minuten und beim ersten Burgerking auf der A1 trafen wir dann in der Schlange wieder einige Leute vom Hurricane. Nächster mal werden wir auf jeden Fall versuchen kurz vorher den Wagen umzusetzen, damit man nicht so dermaßen scheisse rauskommt.

Insgesamt war das Festival trotzdem richtig gut. Auch die Leute vor Ort waren alle super drauf. Ich hab zwar dieses Jahr keine Band/Album, was ich direkt holen will, aber bei entsprechend gutem Lineup und wieder mit einer großen Gruppe macht das ganze schon sau Laune. Mal sehen, vielleicht probieren wir das Area4 ja auch nochmal aus was quasi um die Ecke ist. Außerdem sind ein paar Leute weniger vielleicht auch mal ganz angenehm. Sowohl RaR (80.0000) als auch Hurricane (bis zu 70.000) sind einfach riesige Menschenmengen, die nicht unbedingt in der Masse so dolle sind. Abgesehen davon sind die beiden Festivals mit 125€ / 150€ aufwärts nicht gerad billig. Die Festivals scheinen gerad in den 2000er Jahre wieder viele Anhänger gefunden zu haben, dass die Anzahl der Leute und die Eintrittspreise enorm nach oben geschnellt sind.

Erste Infos zu Rock am Ring 2011

Auch wenn Rock am Ring 2011 erst vom 3.-5.6.2011 stattfindet gibts die ersten Bands des Festivals.

Beatsteaks, Coldplay, In Flames, Kings Of Leon, Mando Diao und Volbeat

Das ganze überzeugt aus meiner Sicht bisher nicht so. Beatsteaks, sind ganz nett hab ich aber schon gesehen. In Flames ist nicht ganz meine Wellenlänge, Mando Diao waren letzter mal auch nicht so der Hit. Vielleicht sind Kings of Leon ganz nett und dann noch Volbeat und Coldplay Bands die Lust machen. Aber schon im Vorverkauf kosten die Karten 150€, was ganz schön happig ist. Mal sehen vielleicht kann man auch auch mal bei Area4 oder einem anderen Festival vorbeischaun.

RaR 2010 – Lineup Update

Die Tage wurden nun die ersten weiteren Bands veröffentlicht, welche bei Rock am Ring 2010 spielen werden. Unter anderem sind dies Kiss, Muse als weitere Headliner. Auch kommen Jan Delay, die Sporties, Volbeat und Bullet for my Valentine wieder. Betrachtet man den Ticketpreis von 140 Euro bis zum 31.12 und danach 150 Euro lohnt sich das bisher wohl nicht. Weitere Infos findet man unter RockAmRing.com

Rückblick: Rheinkultur 2009

20090704_Rheinkultur_134521So gestern war ja bombiges Wetter und wir haben uns dann mittags auf den Weg zur Rheinkultur gemacht.  Als wir gegen 13Uhr in Bonn waren, sind wir erstmal noch Pizza essen gegangen. Die Pizzeria Tuscolo hatte dabei wirklich super leckere Pizzen. Die Pizzeria war gerad mal 3 Minuten Fussweg von Michi entfernt und kann man hier finden.20090704_Rheinkultur_185326

Danach haben wir noch nen gemütliches Bierchen getrunken und sind dann mit der UBahn 63 hin. Um 16:40Uhr waren wir dann an der blauen Bühne und vom Platz gings noch. Anfangs konnte man also überall noch gemütlich auf dem Rasen in der Sonne chillen. Die Band Pete Philly & Perquisite lief nebenher, wobei die Musik nicht so pralle war. Danach sind wir dann mal zur roten Bühne und haben uns etwas entfernter im Schatten ausgeruht und über die Massen geguckt. Dort lief She’s all that, wobei wir die ganze Zeit überlegten ob der Sänger jetzt ne Frau mit Maske oder nur nen absolut komischer Typ war. Ich hab dann jetzt nochmal unter www.shesallthat.de geguckt und dort steht dann auch, dass es sich um eine Frau handelt. Die Typen sind mit Fliegermontour aufgetreten, was bei dem Wetter wohl sau heiß gewesen sein muss.

Danach lief dann The Casting Out wobei die Band mir nicht sonderlich auffiel. Um 19:25Uhr spielten dann die Kilians auf der roten Bühne. Kurz vorher wollte ich noch Bierbecher loswerden und bin dann prompt nicht mehr da ausgekommen wo die anderen standen. Trotzdem war der Sound richtig gut, leider ging die Stimme sowohl stimmlich auch auch von der Lautstärke ein wenig unter. Trotzdem war der Sound abwechselungsreich und kam insgesamt gut an.

20090704_Rheinkultur_185317Um 21:05Uhr spielten dann Selig auf der blauen Bühne, wo ich dann auch die anderen wieder fand. Kurz vorher hatten wir noch das Album bei Michi nebenher in Bonn laufen lassen und ich konnte mir noch nicht so recht vorstellen, dass die gut abgehen. Auch bei Rock am Ring wo wir noch 3-4 Lieder mitbekommen hatten, hatten sie uns nicht überzeugt. Doch bei Rheinkultur gings dann wesentlich rockiger zur Sache als von CD vorher gehöhrt. Dadurch wirkte der ganze Akt richtig stimmig und auch die Stimme von Sänger war perfekt abgemischt und passte. Zuletzt kamen dann noch Culcha Candela auf der blauen Bühne, die ich schon mal komplett bei Rock am Ring gesehen hatte und auch nicht nochmal sehen musste. Wir sind dann zur Straßenbahn hin und waren froh nicht im Massenchaos was nach Culcha Candela herrschen musste unterzu gehen.

Insgesamt waren 171.000 Zuschauer da, und es hat sich gelohnt. Neben der Musik gabs natürlich auch jede Menge Fress & Bierbuden, sowie Bungee-Jumping und weiteres. Das ganze Areal in den Rheinauen ist riesig und auch die Plätze der Bühnen war so gut gewählt, dass Massen an Leuten davor passten und man noch von weiter Weg auf so Art Dämmen gemütlich über die Massen auf die Bühne gucken konnte.

Weitere Infos dazu kann man auch unter festivalhopper.de finden.

Rheinkultur 2009

Am kommenden Wochenende ist in Bonn das größte eintrittsfreie Festival Deutschlands. Die ersten Bands treten ab 12Uhr auf und die letzten Bands spielen so ungefährt bis kurz nach Mitternacht. Das ganze Programm kann man hier sehen. Bands die ich kenne und die da sind: Culcha Candela, Olli Schulz, Killians, Virginia Jetzt, Selig und Dr. Motte. Alle Infos findet ihr dazu unter http://www.rheinkultur-festival.de